Weiheranlage Hard - Juni 2017 (© NVVB)
Wussten Sie, dass der NVVB seit Jahren sich für die bedrohten Amphibien einsetzt?

Im Jahr 1993 haben wir am Waldrand vis à vis der Staatsgrube an der Hardstrasse Amphibienteiche gebaut – die sogenannte „Weiheranlage Hard“- , diese dienen als Ersatzlaichgewässer für Amphibien (Erdkröten, Grasfrösche, Berg- und Fadenmolch).

Rückblick:

In früheren Jahren wanderten alle Erdkröten in den „Staatsgruben“-Weiher (gespiesen vom Grundwasser) um abzulaichen. Dabei mussten die Amphibien die belebte Hardstrasse überqueren und wurden teilweise zu Hunderten überfahren. Damit die Tiere vor dem Strassentod bewahrt werden konnten, wurde 1990 entlang der Hardstrasse eine Amphibienbarriere errichtet. Die lachbereiten Kröten, Grasfrösche, Berg- und Fadenmolche konnten nun in Eimern aufgefangen werden. Da die Amphibien bei der Rückwanderung erneut dem Strassenverkehr ausgesetzt waren, musste nach einer definitiven Lösung für die wandernden Amphibien bzw. nach einem Ersatzlaichplatz umgeschaut werden.

Bau der Weiheranlage Hard

Erdkröten (©NVVB)Der NVVB fand zwischen dem Hafenzufahrtgeleise und der Hardstrasse ein geeignetes  Ersatzgelände. Allerdings mussten zuerst die Einwilligungen des Forstamtes des Kantons Basel-Landschaft und der Landeigentümerin, der Bürgergemeinde der Stadt Basel, eingeholt und Gespräche mit der Hafenverwaltung geführt werden. Um das für den Bau der Anlage benötigte Geld aufzutreiben, musste ein Sponsor gesucht werden. Der NVVB wurde bei der damaligen Firma Ciba-Geigy fündig, welche einen einmaligen „goodwill“-Betrag zur Erstellung der Teichanlage zur Verfügungs stellte.

Im November 1993 wurde mit dem Bau der drei Ersatzteiche begonnen und am 19. März 1994 fanden die abschliessenden Verpflanzungen der Stauden, Sträucher, Wasser- und Uferpflanzen staat. Seit 1994 werden nun also die eingesammelten Amphibien in die Ersatzteiche umgesiedelt.

(Verantwortlich für diese Umsetzung war unser Amphibienbetreuer Fritz Raschdorf der mit seiner Frau Hannelore viel Freizeit dafür geopfert hat und Heiner Lenzin – Biologe Uni Basel).

goldfisch200STOP – Keine Fische erwünscht
Helfen Sie bitte mit die Weiheranlage Hard artenreich zu halten.
Unsere Amphibien, Libellen und weitere Kleintiere werden es Ihnen danken.


Heute:

Jährlich werden es immer weniger Erdkröten, Grasfrösche u. Co., die noch zum ursprünglichen „Staatsgruben“-Weiher wandern, was als Erfolg gewertet werden kann.

Doch da die Amphibienpopulationen der Grasfrösche, wie der Erdkröte durch eingeschleppe Krankheiten, ausgesetzten Goldfischen und Rotwangenschildkröten und deren Fütterung auch bei den Ersatzteichen sehr stark zurückgegangen sind. Ist der Schutz und die Pflege dieser Ersatzlaichgewässer umso wichtiger!

Für den Schutz der Amphibien und zur Pflege des Biotops werden daher pro Jahr vom NVVB insgesamt über 100 Arbeitsstunden in Fronarbeit aufgewendet.

Besuchen Sie doch einmal dieses kleine Naturschutzgebiet an der schwerbefahrenen Hardstrasse, wer etwas Glück hat, kann sogar eine Ringelnatter beobachten oder Zauneidechsen am Rand. An sonnigen Tagen fliegen hier Libellen und andere Insekten herum und in der Umgebung des Biotopbereichs brüten auch Mönchsgrasmücken.


Übrigens ist die „Weiheranlage Hard“ins
kantonalen Weiherinventar
aufgenommen worden
!



Freigemähte Reptilienburg mit sonnender Mauereidchse – Ende Juni 2017

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Erdkrötenpaarung / Erdkröten-Kaulquappen  Ende März – Ende Apil 2017

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Bau einer Reptilienburg mit der Sekundarschule Rheinparkschulhaus Birsfelden Juni 2015

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Fotoimpressionen Teichräumung Hauptteich August 2015 – Über 500 Goldfische haben wir abgefischt!

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Fotoimpressionen Amphienwanderung März 2014:

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Fotoimpressionen Amphienrettungs-Aktion Frühjahr 2014:

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Fotoimpressionen Früher:

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(Einfach auf die Fotos klicken und schon kann man sie sich in voller Grösse und Qualität  anschauen – Das Copyright bleibt beim Fotografen siehe Angaben auf dem Foto!)

 

 

Geburtshelferkröten in der Staatsgrube (vis à vis der Weiheranlage Hard) :

Im Frühjahr 1981 sensationelle Entdeckung von 52 Geburtshelferkröten in der Staatsgrube, es war damals die stärkste und bedeutendste Population dieser Art im ganzen Kanton Baselland. Leider wurde durch die Übernutzung der Staatsgrube (Zivilschutz, Lagerung von Mulden, etc.) und das Nichteinhalten der Naturschutzauflagen des Bundes und Kanton BL, sowie das Versäumen des Kanton BL dies periodisch zu überprüfen, mit der Zeit der Lebensraum der Geburtshelferkröte (letzter Rufer 2004) zerstört. 

Eine ökologische Wiedergutmachung plus dem vom Gesetz her ökologischen Ausgleich ist bei einer zukünftigen Umnutzung dieser Staatsgrube von der Besitzerin – der Immobilien Basel-Stadt -, also umungänglich!

Geburtshelferköte Staatsgrube Weiher März 2000 (© NVVB)
Geburtshelferköte Staatsgrube Weiher März 2000 (© NVVB)

greenFingerZu erwähnen sei noch, dass wie im jedem Bericht, der sich mit den Amphibien im Hafenareal befasst,  muss auch hier wiederum fertgehalten werden, dass die Lösung mit den Ersatzteichen für die wanderten Amphibien (v.a. Grasfrösche, Erdkröten, Berg- und Fadenmolch) keine Lösung für die mindestens regional bedeutsame Population der Geburtshelferkröte in der „Staatsgrube“ bedeutet!

 

Naturschutzgebiete

Naturschutzgebiete mit besonderer Pflege in Birsfelden:

 

Naturschutzgebiete Birsfelden

Für die Betreuung und Pflege dieser Naturschutzgebiete, brauchen wir immer auch freiwillige Helferinnen und Helfer aus der Bevölkerung. Ein Einsatz für unsere einheimische Natur lohnt sich! Interesse mitzuhelfen? Dann melden Sie sich bei uns!

 

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Ein Gedanke zu „Weiheranlage Hard

  • 14. Januar 2016 um 09:13
    Permalink

    Vorbildlich, eure Webseite. Und dito natürlich euer Engagement.
    Bleibt dran!
    Bethli Stöckli

    Antworten

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