Die Nistkastenbetreuung hat in unserem Verein Tradition

Während viele bekannte Vögel, wie Amseln oder Buchfinken, ihre Nester im Gezweig von Büschen und Bäumen bauen, sind andere Arten, sogenannte Höhlenbrüter, auf Hohlräume in Alt- und Totholz für ihre Bruten angewiesen. Moderne Siedlungsbauten und intensive Waldnutzung mit wenig Altholz bieten Höhlenbrütern keine ausreichenden Nistgelegenheiten. In solchen Landschaften sind Nistkästen für höhlenbrütende Vögel ein wichtiger Ersatz für Baumhöhlen.

Blaumeisen in Nistkasten (©NVVB)In der Hard unterhält der NVVB deshalb über 300 Nistkästen (siehe Plan weiter unten). Diese werden von verschiedenen Meisenarten genutzt, seltener auch von Kleibern und Trauerschnäppern.

 

Nistkasten Impression Hardwald, Februar 2014 (© Patrick Blaetti Blatter)
(© Patrick Blaetti Blatter)

Die Nistkästen im Wald werden von einem aktiven Team von über 16 Helferinnen und Helfern zweimal im Jahr kontrolliert und im Winter dann gereinigt. Die alten Nester werden herausgenommen, weil darin Parasiten wie Flöhe und Vogelmilben überwintern, welche die nächstjährige Brut schwer schädigen können. Die Bauweise und die dafür verwendeten Materialien, wie z.B. Moos oder Blätter, geben Hinweise, welche Vogelart welchen Kasten benutzt hat. So erhalten wir einen Überblick, wie viele Kästen von welchen Arten besetzt werden.

Aber auch andere Tierarten, wie Waldmäuse, Siebenschläfer (siehe weiter unten), Fledermäuse und staatenbildende Insekten, halten sich gerne in den Nistkästen auf – die Reinigung der Kästen sorgt immer wieder für Überraschungen. Darüber führen wir eine Brutstatistik.

Möchten Sie bei der Nistkastenkontrolle / Nistkastenreinigung einmal mit dabei sein oder sogar selber NistkastenbetreuerIn werden, dann melden Sie sich bei unserem Nistkastenkoordinator und Materialprofi

Beat Aregger - Nistkastenbetreuer (© NVVB)Beat Aregger – Mobil 077 443 64 25 –
E-Mail
kontakt@nvvbirsfelden.ch
Auch wer einen defekten Nist- und Waldkauzkasten findet oder bei sich Mauerschwalben- od. Mauerseglerkästen hinhängen möchte, darf sich gerne beim ihm melden.

 

→ Wollt ihr eine Nistkasten-Patenschaft übernehmen? Infos gibt‘s HIER!


Nisthilfen für Schwalben und Segler im Dorf

Einige Birsfelder Hausbesitzer stellen ihre Hausfassaden und Dächer zur Verfügung, um dort Mehlschwalben-Nistbretter oder Mauerseglerkästen zu montieren.

Ein herzliches Dankeschön an ALLE die mitmachen!

Unsere letzten Aktionen:

→ 20 neue Mauersegler-Nistkästen montiert – 2016

→ Montage von 6 Mauersegler-Nistkästen an Privathaus – 2015

→ Diverse Montagen von Mehlschwalben-Mulden und Mauerseglernistkästen – 2015


Tipps:

button-linkBauen für Segler

 

button-linkHilfe für Mehlschwalben

 

button-linkNistkästen für Mauersegler

 

button-linkBauen für Tiere

 


Waldkäuze

Waldkauzkasten Hardwald (© J.Roth)Seit Jahren haben wir auch Spezialkästen für den Waldkauz aufgehängt.

Ende 2014 wurde die Betreuung dafür durch unser Vereinsmitglied Valentijn van den Brink (Biologe mit Erfahrung der Beringung von Eulen und Käuzen) in Zusammenarbeit mit Fredi Mürner (Präsident des NVVMuttenz) übernommen. Jeweils im April / Mai werden die Waldkauzkästen kontrolliert inklusive allfälliger Beringung der Jung- und Altvögel.

→ Alle Infos zu den neuen Waldkauz-Nistkästen!

Schon in den Jahren zuvor, haben mehere Paare diese Kästen zur Brut genutzt, darüber wurde Buch geführt.

Wenn Sie mehr über die Waldkauzbetreuung im Hardwald erfahren möchten, melden Sie sich doch bei uns mit dem Vermerkt „Waldkauz“: kontakt@nvvbirsfelden.ch


Siebenschläfer

Siebenschläfer im Nistkasten (©NVVB)Der Siebenschläfer sieht aus wie eine Maus und macht Krach wie ein Marder. Er ist aber weder eine Maus noch ein Marder.

Der Siebenschläfer ist ein Nagetier aus der Familie der Schläfer (Gliridae). Synonyme für Schläfer sind Bilche und Schlafmäuse.

Eigentlich lebt der Siebenschläfer am liebsten in unterholzreichen Wäldern. Wo Baumhöhlen (in Form von ausgefaulten Astlöchern, Rissen und Spalten, Spechthöhlen oder hohlen Baumstümpfen) fehlen, wandern die Tiere aus und nehmen dankbar einen Vogelnistkasten, eine Gartenhütte am Waldrand oder sogar ein Wohnhaus an.

In den Sommermonaten ernähren sich Siebenschläfer von Knospen, Rinden, Pilzen und Früchten. Hin und wieder wird die Nahrung durch Insekten, Schnecken, Vogeleier oder Jungvögel ergänzt.

Einen Monat nach dem Erwachen aus dem langen Winterschlaf beginnt die Paarungszeit. Die Weibchen gebären einmal im Jahr nach etwa einem Monat Tragzeit zwischen Anfang August und Mitte September einen Wurf mit normalerweise 5–7, aber auch bis zu 11 noch blinden Jungen. Nach 21–32 Tagen öffnen diese die Augen und beginnen dann, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Die Jungen sind erst nach 6–7 Wochen selbstständig. Dann kann es ver-mehrt zu Störungen durch Siebenschläfer in Gebäuden kommen. Sie rennen nach dem nächtlichen Ausflug zur Futtersuche herum, sie klettern und balgen sich unter lautem Quieken, Pfeifen und Murmeln.

greenFingerDa der Siebenschläfer in der Schweiz eine gefährdete und in verschiedenen Kantonen geschützte Tierart ist, wird auch der NVVB aktiv! Darum werden im August nochmals alle Nistkästen von unserem Nistkastenteam im Hardwald aufgesucht, um nachzuschauen wieviele davon von Siebenschläfer in Schlag genommen wurden. Darüber führen wir auch eine Siebenschläferstatistik.


Gartenrotschwanz Förderprojekt in den Familiengärten Hagnau -> Alle Infos darüber gibt’s HIER!


Unser Nistkastenareal im Hardwald:

 

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