Pünktlich um 8.20h versammelten sich die 12 Angemeldeten-Exkurisonteilnehmer*innen in der ehemaligen Schalterhalle des Bahnhof SBB. Nach einer kurzen S-Bahnfahrt erreichten wir unser Ausgangsziel «Grellingen». Der Exkursionleiter – Heiner Lenzin -, lotste uns schnell aus dem Bahnhof hinaus und weg von der lärmigen Strasse an eine ruhigere Ecke, wo er uns alle ganz offiziell zur Exkursion herzlich begrüsste und uns die geplante Route kurz erläuterte.
Route: Chastelbach – Naturschutzgebiet „Latschgetweid“ – Roderis – Kaltbrunnental – Grellingen.

Da die Temperaturen schon mächtig am steigen waren, ging es flott Richtung Chastelbach. Anfangs Chastelbach erzählte uns Heiner etwas über die dort mit Efeu bewachsenen Bäume. Zeigte uns das fast überall schön blühende Immengrün. Kaum hörte man den Bach rauschen, sah man die vielen mit Moos überwachsenen Felsen und Steinen und so ragte an manchen Orten die Hirschzunge hoch und überall sah man den Wurmfarn.
Der Wanderweg entlang des Baches, der etwas Steil ist, ist einfach traumhaft mit den immer mal wieder grösseren und kleinen Bachüberläufe bis zu kleineren Wasserfällen.
Der Aufstieg lohnt sich, denn nach einem kurzen Marsch auf der Landstrasse, kommt man zum Naturschutzgebiet «Latschgetweid». Dieses 3.3 Hektar grosse Naturkleinod, verbirgt so manchen botanischen Schatz.
- Hummel-Ragwurz (Ophrys holosericea)
- Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera)
- Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha)
- Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria)
- Ästige Graslilie (Anthericum ramosum)
- Gewöhnliche Spitzorchis (Anacamptis pyramidalis)
- uvm…
Neben den vielen Wildblumen, sieht man überall die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) – ein typisches Gras der extensiv genutzten, ungedüngten Trockenwiesen in sonnigen Lagen. Neben den Pflanzenvielfalt wurden hier seit 1982 schon um die 50 Tagfalter- und 16 Heuschreckenarten gesichtet. Heiner berichtet uns, dass das Gebiet seit 1988 kantonales Schutzgebiet ist und das manche Wiesenflächen jedes Jahr gemäht werden und andere Abschnitte alle zwei Jahre. Somit bleibt der Artenreichtum erhalten. Kontrolliert wird die Fläche von Ökobüro Hintermann & Weber «Wirkungskontrolle Latschgetweid: Ergebnisse der Untersuchungen 2019» (Pdf).


Weiter gings zur Roderisweid, bei der Ara Himmelried machte Heiner eine weiter rare botanische Entdeckung, die Knöllchentragende Zahnwurz (Cardamine bulbifera)

Nach einem kleinen Aufstieg zur Roderisweid, haben wir eine Mittagspause am grossen Holztisch (oberhalb des Roderisweidwegs) verdient.
Gut erholt machten wir uns auf den Abstieg durch das Kaltbrunnental – welches an so einem heissen Sonntag doch recht überlaufen war -, zurück zum Bahnhof Grellingen.
So waren wir doch recht froh, dass die Exkursion bald zu Ende ging und einige von uns am Bahnhofkiosk sich mit einer Glace den schönen Tag versüssten.
Herzlichen Dank Heiner für eine weitere spannende Exkursionen mit zügigem Wandern und Naturaustausch.
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