Bei der Testplanung zur Aktualisierung des Quartierplan „Sternenfeld“, taucht plötzlich auf den Plänen ein neuer Weg ins Naturschutzgebiet „Biotop Am Stausee“ auf?!

Dabei gehört das Gebiet gar nicht zum Perimeter des Quartierplan Sternenfeld, sondern liegt auf der Kraftwerkparzelle 1550!


Die Besucherlenkung ist seit 1983 und durch die Vereinbarung und das Pflegekonzept 2013, mit der Grundstückbesitzerin der Kraftwerk Birsfelden AG und der Einwohnergemeinde Birsfelden, klar definiert!

So führt ganz gezielt ein einziger Weg durch das Gebiet mit den vielfältigen Lebensraumtypen (Biotope*)

Der Rest gehört der Natur!

Denn gerade dort wo der neue Weg eingezeichnet ist, halten sich während der Zugvogelzeit im Frühjahr und Herbst am meisten Vogelarten auf, weiter brüten dort in den Hecken auch viele Standvögel und Sommergäste.

Durch eine dortige Öffnung zum Sternenfeldquartier, würden die Arten gestört, die Vielfalt der verschiedenen Lebensräume, wie Wiese, Trockenstandort und Sträucher auf dem Hügel, sowie der Trockenmauer und der alten Stieleichen, nicht mehr gewährleistet werden. Der Druck auf die anderen Flächen würden zunehmen!

Das Gebiet würde den ökologischen Wert verlieren!

*Leider nehmen viele Planer, Gemeindeverantworlichen etc. immer noch an, dass das „Biotop Am Stausee“ nur aus dem Teich besteht . Dabei gibt es das für Birsfelden einmalige Trittsteinbiotop fast schon 40 Jahre!


Weiter wird suggeriert auf den Testplänen, dass beim kleine Asphalt-Durchgangsweg, der zwischen dem Kraftwerk-Wohngebäudes und dem „Biotop Am Stausee“ führt (Nord-Süd-Verbindung, siehe Pfeil beim Bild oben). Die Kornelkirschhecke des Kraftwerks und die Biotop-Hecke – seit 1984 aus vielen einheimischen Sträucher bestehend – , durch eine neue Baumallee ersetzt werden könnte! Obwohl man heute weiss, dass alte Hecken ökologisch viel wertvoller sind als neugepflantze Bäume!

Also ein klares NEIN zu einem neuen Biotop-Weg!

Ein klares NEIN zu einer Baumallee, anstatt einer fast schon 40-jährigen Biotop-Hecke aus einheimschen Stäuchern.

Baumalleen sind keine Heckenersatz!


Naturschutzgesetze


Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG)

Hecken: Im Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) sind Hecken und Feldgehölze als schutzwürdige Lebensräume aufgeführt: Art. 18: «Besonders zu schützen sind Uferbereiche, Riedgebiete und Moore, seltene Waldgesellschaften, Hecken, Feldgehölze, Trockenrasen und weitere Standorte, die eine ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erfüllen oder besonders günstige Voraussetzungen für Lebensgemeinschaften aufweisen.»

– Verordnung vom 16. Januar 1991 über den Natur- und Heimatschutz (NHV)

– Gesetz über den Natur- und Landschaftsschutz Kanton Baselland (NLG)

Ein neuer Weg ins „Biotop Am Stausee“???

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