Aktuelles: Plötzlich erscheint ein neuer Weg bei der Quartierplan Sternenfeld Testplanung, durch das „Biotop Am Stausee“, dabei gehört das Gebiet gar nicht zum Perimeter des Quartierplan Sternenfeld!

Quartierentwicklung Sternenfeld: Zielkonzept – Testplanung, Mai 2019

Die Besucherlenkung ist seit 1983 und durch die Vereinbarung und das Pflegekonzept 2013, mit der Grundstückbesitzerin der Kraftwerk Birsfelden AG und der Einwohnergemeinde Birsfelden, klar definiert! So führt ganz gezielt ein einziger Weg durch das Gebiet. Der Rest gehört der Natur!

Denn gerade dort wo der neue Weg eingezeichnet ist, halten sich während der Zugvogelzeit im Frühjahr und Herbst am meisten Vogelarten auf, weiter brüten dort in den Hecken auch viele Standvögel und auch Sommergäste. Durch eine dortige Öffnung zum Sternenfeldquartier, würden die Arten gestört, der Artenschutz nicht mehr gewährleistet, das Gebiet an Wert verlieren. Obendrein würde die artenreiche Wiese noch kleiner, der Hügel zerschnitten und der Druck auf die anderen Flächen würden zunehmen!

Weiter wird suggeriert auf dem Plan, dass beim linken kl. Asphaltweg, der zwischen dem Kraftwerk-Wohngebäudes und dem „Biotop Am Stausee“ führt. Die Kornelkirschhecke des Kraftwerks und die Biotop-Hecke, durch eine neue Baumallee ersetzt werden könnte!

Also ein klares NEIN zu einem neuen Biotop-Weg!

Ein klares NEIN zu einer Baumallee, anstatt einer rund 40-jährigen Biotop-Hecke. Baumalleen sind keine Heckenersatz!

Naturschutzgebiet "Biotop Am Stausee", 29. Mai 2019 (© NVVB)
Naturschutzgebiet „Biotop Am Stausee“, 29. Mai 2019 (© NVVB)

Ein Stück Natur zurückgeholt

Aus dem Prospekt der Teichfolie – 1984

Das „Biotop Am Stausee“ ist heute ein Treffpunkt für einen grossen Teil der Bevölkerung unserer Region geworden. Jede Jahreszeit bietet dem Naturinteressierten herrliche Beobachtungsmöglichkeiten.

Am Teich können Amphbien wie Erdkröten, Wasserfrösche, Berg- und Fadenmolch, Libellen und viele andere Wasserinsekten und herrliche Pflanzen beobachtet werden. Auch am Wasser lebende Vögel wie das Teichhuhn od. auch der Teichrohrsänger kann man hier entdecken.

Die Blumenwiesen, die heute nur noch zweimal jährlich tierschonend mit dem Balkenmäher gemäht wird, präsentiert sich deshalb von Jahr zu Jahr bunter und artenreicher. Auch dort kann man vieles vom Weg her gut beobachten, so gibt es wunderbare Wildblumen. In voller Blüte im Frühling und Sommer summt so maches Insekt herum, wie die Wild- und Honigbienen, viele Schmetterlinge, Libellen usw.

Die artenreichen Hecken und die vielen Bäume im Gebiet bieten Unterschlupf und Nistmöglichkeiten für viele Vögel, Kleinsäuger, Reptilien, Amphibien, Insekten und unzählige Bodenorganismen.

Die Kleinstrukturen wie Ast- und Steinhaufen, sowie eine Trockemauer, bieten den Amphibien, Reptilien, Igel und unzähligen Insekten einen wichtigen Lebensraum zur Übernachtung und zur Überwinterung.

Dieses Kleinod liegt auch an der Zugstrasse der Vögel entlang des Rheins. So sind immer wieder seltene Zugvögel zu beobachten, wie z.B. das Weisssternige Blaukehlchen  (Luscinia svecica cyanecula) , der Gelbbrauen-Laubsänger (Phylloscopus inornatus), der  Orpheusspötter (Hippolais polyglotta), der Dunkellaubsänger (Phylloscopus fuscatus) -> schweizweit erste Sichtung überhaupt vom 19.-23. Oktober 1992  – , oder auch eine Samtkopfgrasmücke (Sylvia melanocephala) um nur einige spezielle Gäste zu nennen. Im 2015 haben sogar alle Rohrsänger (Teichrohr-, Sumpf-, Schilf-, und Drosselrohrsänger), die die Schweiz kennt, der kleinen Oase einen Besuch abgestattet!

Frühling im Biotop (©J.Roth)Auch immer wieder versuchte ein Teichhuhn-Paar  hier zu brüten, leider mit mässigem Erfolg. Dafür haben es schon Teichrohrsänger und Klappergrasmücke geschafft! Regelmässig brüten Amseln, Haussperlinge, Stare, Möchsgrasmücken, Grün- und Buchfink, Rotkehlchen, Zilpzalp, Ringeltauben, Kohl- und Blaumeisen im Gebiet. Besonders im Herbst fallen Gruppen von Rauchschwalben, Bachstelzen, Schwanzmeisen ein, auch viele Rohrammern und Beutelmeisen, die im Schilf des Teiches Futter suchen und übernachten.

Machen Sie doch wieder einmal einen Spaziergang zum „Biotop am Stausee“ in Birsfelden bei den Schleusen und überzeugen Sie sich selbst!


Übrigens ist das „Biotop Am Stausee“ ins
kantonalen Weiherinventar
aufgenommen worden!


Die Biotoptypen der Naturaose

Biotoptypen Plan 2013 (© NVVB)

Legende:   

1    Teich
2    Artenreiche Wiesen
3    Wiese Teichumfeld
4    Artenreiche Wiesen neben Schleusenweg
5    Trockenbiotop (Aushubmaterial vom Teich)
6    Hohe Wildhecken
7    Niedrige Wildhecken
8    Einzelbäume
9    Kleinstrukturen wie Trockenmauer und Steinhaufen

 

 


Artenlisten „Biotop Am Stausee“

Artenliste Vogelbeobachtungen im „Biotop am Stausee“ Birsfelden [PDF, 3 MB]

Artenliste der Botanik im Biotop am Stausee [PDF, 3 MB]

Artenliste der Amphibien und Reptilien im Biotop am Stausee [PDF, 701 KB]

Artenliste der Libellen im Biotop am Stausee [PDF, 909 KB]

Artenliste der Tagfalter (Schmetterlinge) im Biotop am Stausee [PDF, 639 KB]

Artenliste der Säugetiere im Biotop am Stausee [PDF, 1 MB]

Inhalt der Artenlisten ohne Gewähr!


“Je wilder eine Naturoase, desto grösser ihre Artenvielfalt – Also ein optimaler Lebensraum für die  einheimische Tier- und Pflanzenwelt.”!

„Naturschutz betreiben wir ja nicht bloss für die Natur, sondern auch für uns Menschen!“


Biotop Verhaltensregeln (© NVVB)


2018 konnte das „Biotop Am Stausee“ sein 35-jähriges Bestehen feiern, dass haben wir mit einer 6-teiligen Interview-Serie gemacht. Alle Interviews könnt ihr hier nachlesen

1: Fritz Raschdorf
2: Guido Müller
3: Heiner Lenzin
4: Fritz Liechti
5: Fredi Niffeler, Toni Lenz und Kurt Krüger
6: Örni Akeret


Ein kleiner nostalgischer Rückblick zum 35-jährigen  Bestehen des „Biotop Am Stausee“

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