Exkursion: Dreiländerweg Basel, 20.1.'18(© NVVB)Manchmal muss man bei Exkursionen eine ganze Weile warten, bis man eine besondere Beobachtung macht. Nicht so bei dieser Dreiländertour Schweiz – Frankreich – Deutschland – Schweiz. Kurz nachdem Marlu Kühn die kleine Schar von Interessierten begrüsst hat, entdecken wir einen Hausrotschwanz, der in der Nähe auf Futtersuche ist. Keine Selbstverständlichkeit in dieser Jahreszeit, die allermeisten Artgenossen sind jetzt nämlich ans Mittelmeer gezogen. Dann geht’s ein paar Schritte weiter zum Rheinufer, wo eine aufmerksame Teilnehmerin gleich einen Eisvogel sichtet. Der lässt sich ausgiebig durchs Fernrohr bestaunen. Und vom gleichen Punkt aus in die andere Richtung finden wir dann auch noch einen Wanderfalken, der sich auf einem Kamin ausruht.

Exkursion: Dreiländerweg Basel, 20.1.'18(© NVVB)Wir befinden uns hier auf dem Gebiet, auf dem sich vor über 2000 Jahren eine bedeutende keltische Stadt befand. Marlu berichtet von den archäologischen Ausgrabungen, die hier stattfanden, und den Funden, die viel über die Lebensweise dieser „Ur-Basler“ verraten.

Dem Rheinufer entlang, und über die Grenze nach Hüningen, sehen wir verschiedene Möwenarten. Am häufigsten sind Lachmöwen, wir studieren den Unterschied zwischen erwachsenen und jugendlichen Vögeln. Mehrfach beobachten wir auch Sturmmöwen, auch hier Alte und Junge. Mit etwas Übung fällt die Unterscheidung immer leichter. Schliesslich kommen auch noch Mittelmeermöwen dazu, auch hier verschiedene Alterskleider.

Beim bekannten Futterplatz in Hüningen sind weniger Schwäne zu sehen als in früheren Jahren. Seit Kurzem ist das Vogelfüttern nämlich verboten, ein Schild nennt das Bussgeld von 68 Euro. Wir rätseln etwas über diesen ungeraden Geldbetrag und stellen dabei fest, dass ein paar Unverbesserliche immer noch Brot werfen, dann aber hastig weitergehen.

Exkursion: Dreiländerweg Basel, 20.1.'18(© NVVB)Nieselregen setzt ein. Über die elegante Dreiländerbrücke geht’s nach Weil, wo vor dem Einkaufszentrum Massenandrang herrscht. Mit unseren Feldstechern und Fernrohren wirken wir hier wohl eher kurios. Also schnell weiter. Zurück in der Schweiz, am Hafenbecken 1, ruht sich eine Gruppe Tauchenten aus. Es sind Reiher- und Tafelenten, dazu noch ein Vogel, der Merkmale verschiedener Arten trägt und offensichtlich ein Mischling ist.

Über Bahngleise und durch Lagerbauten des Hafens kommen wir schliesslich zum Endpunkt der Führung im Restaurant Schiff, wo noch genügend Zeit ist für einen gemütlichen Ausklang.

Berich: Örni Akeret / NVVB-Präsident

Exkursion: Dreiländerweg Basel – Huningue – Weil am Rhein, 20.1.2018
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