An der 11er-Tramhaltestelle Arlesheimerstrasse haben sich 16 Teilnehmer getroffen, die sich auf den Weg machten zu einem Höhepunkt dieser Exkursion: einer breiten Brache mit Wilden Karden und eingestreut einigen Hartriegelstauden.

Und welche Überraschung! Wir entdeckten viele Vögel, die dort ihre Nahrung suchten: Goldammern mit ihrem wehmütigen Gesang, Schwarzkehlchen, Hausrotschwanz, Buch- und Bergfinken, Rotkehlchen und über uns das Lied der Feldlerche, am Boden ein kleiner Trupp Feldlerchen auf Zug. Schön für Aug und Ohr! Freude. Um dieser Art eine Brut (am Boden) zu ermöglichen, wird die Saat in speziell breiten Reihen ausgebracht.

Die Brachen wurden angelegt im Zusammenhang mit der Förderung des Feldhasen (Hopp Hase), und das mit Erfolg. Davon profitieren auch die Vögel. Gleichzeitig zog eine Formation von 11 Kormoranen über uns weg, und Greife wie Turmfalke, Schwarzmilan, Rotmilan und Mäusebussard waren auch zu beobachten. Später im Jahr – nach seiner Rückkehr aus Afrika  – wird hier auch der Neuntöter zu sehen sein.

Zwischendurch erhielten wir interessante Information von Peter Aebersold über das Unwesen der Fischer (Graureiher, Gänsesäger) und der „Kloake Birs“, wo leider nur noch wenige Arten schwimmen.

Die Gruppe konnte sich kaum trennen von der Brache und ihren geflügelten Besuchern. Doch dann ging es weiter bergauf gegen den Schlatthof. Unterwegs kamen wir an einem kleinen Biotop vorbei mit Grundwasser in einer Senke. Früher wurde hier Kies entnommen und das Vieh getränkt, heute hat die Natur ein kleines Rückzugsgebiet dazu gewonnen.

Leider hat es unterdessen zu tröpfeln begonnen, und die Vögel haben immer weniger gesungen und sich im Trockenen versteckt. Unter Regenschirmen und Kapuzen haben wir bei nass-kalter Witterung die Exkursion wohlgemut beendet. Gerne sind wir ins warme Tram heimzu gestiegen.

Wir danken Peter Aebersold für die lehrreiche Führung und die interessante Hintergrundinformation unterwegs sowie dem Erhalt einer ausführlichen Beschreibung des Gebiets, der Wilden Karde und des Schwarzkehlchens. (Bericht: Silvia Frey)

Exkursionsbericht: Aesch – Reinach Dorf 23. März 2013
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