Mitte September herrscht immer noch Sommerwetter. Peter Buser, unser Exkursionsleiter, begrüsst uns bei der Bundeseiche oberhalb Rheinfelden mit den Worten „In 30 Jahren habe hier ich zu dieser Jahreszeit noch nie so wenige Pilze gesehen“. Dabei gilt das Gelände unter Pilzfreunden sonst als eines der ergiebigsten in der Region. Trotzdem machen wir uns auf den Weg und steigen erst mal den steilen Nordhang hoch. Stellenweise sehen wir Trockenrisse im Boden.

Entgegen den Erwartungen wird doch bald ein Pilz entdeckt. Und dann noch einer. Und schon bricht das Sammelfieber aus. Von jeder Sorte pflücken wir ein oder zwei Exemplare, alle wandern in Peters Korb. Nur die Hundsrute lassen wir stehen – sie stinkt furchtbar. Und dann werden sogar ein paar kleine Steinpilze gefunden, die erweisen sich beim Aufschneiden aber alle als wurmstichig. Für ein Pilzgericht am Abend wird’s wohl nicht reichen.

Wir erreichen eine Waldhütte, wo uns Peter erst mal etwas Theorie beibringt. Pilze sind faszinierende Wesen, deren Leben sich grösstenteils verborgen im Boden abspielt. Was wir über der Erde sehen, ist nur ein kleiner Teil des Ganzen. Dann wird der Korb ausgepackt und auf einem Tisch zu einer Ausstellung ausgebreitet. Über zwei Dutzend Arten sind zusammengekommen, darunter seltsame Gesellen mit Namen wie Goldfellschüppling, Überzuckerter Tintling, Schmetterlingstramete oder Eichenwirrling. Für uns Anfänger mehr als genug neue Namen; wie wäre das erst bei normalem Herbstwetter herausgekommen?

Wir machen uns auf den Rückweg nach Rheinfelden. Plötzlich sticht unser Pilzexperte noch mal einen Abhang hoch und kommt mit einem kapitalen Steinpilz zurück – diesmal noch in tadellosem Zustand. Moni kriegt das Prachtexemplar, also gibt es doch noch etwas in die Pfanne zum Znacht. Ein herzliches Dankeschön an Peter Buser für die schöne und lehrreiche Führung.

Exkursionsbericht: Pilzexkursion Rheinfelderberg 10. September 2011
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